Digitale Filmrestaurierung, Copyright:

Digitale Filmrestaurierung

Symposium Digital Film Restoration within Archives

September 21-23, 2011 / Austrian Film Gallery Krems
Details

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SICHERUNG UND BEWAHRUNG DES FILMISCHEN ERBES

Die Digitale Filmrestaurierung an der Österreichischen Filmgalerie in Kooperation mit den Partnern Österreichisches Filmmuseum und Filmarchiv Austria ist ein nicht nur hierzulande aufsehenerregendes wissenschaftliches Hi-Tech-Projekt zur Sicherung und Bewahrung des filmischen Erbes.

Nach Schätzungen der UNESCO sind weltweit ca. 2.2 Milliarden Meter an nitrat-basiertem Film (Entstehungszeit 1900-1960)  in Filmarchiven gelagert. Diese Filme wurden im Laufe der Zeit durch vielfältige Umstände (chemische Vorgänge, Lagerung, mechanische Einwirkung) massiv mitgenommen, und sind permanent von weiterem Verfall bedroht. So sind 90% der vor 1930 gedrehten Stummfilme schwer, zum Teil unwiederbringlich beschädigt.

Herkömmliche photochemische Verfahren können zwar den weiteren Verfall verhindern, sind aber nicht in der Lage, viele der schon bestehenden Schäden zu beheben.

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Seit Frühjahr 2008 wird auf Initiative der Österreichischen Filmgalerie historisch und/oder künstlerisch wertvolles und besonders gefährdetes Filmmaterial aus den Beständen der beiden Partnerinstitutionen im Zentralarchiv in Laxenburg gescannt und dann in der Österreichischen Filmgalerie in Krems digital restauriert und zur Sicherung auf Filmmaterial rückbelichtet.

Die Original-Filmmaterialien werden mit dem neuen nitrofilmtauglichen Scanner in Kino-Auflösung digitalisiert. Zu jedem Projekt liegen dann umfangreiche Daten-Konvolute vor, die in Folge mit den modernsten Techniken der elektronischen Bildbearbeitung restauriert werden. Die Software stellt eine Vielzahl von digitalen Restauratierungsmodulen zur Verfügung, die erstmals die Beseitigung von Fehlern wie Staub, Bildwackeln oder Helligkeitsschwankungen ermöglichen. Anschließend werden die restaurierten Bilder wieder auf Film ausbelichtet, da auch im Zeitalter der digitalen Revolution das analoge 35-Millimeter Filmformat als Medium der Langzeitarchivierung nach wie vor die höchste Sicherungsqualität liefert.

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Dabei kommen modernste, weltweit führende und mehrfach ausgezeichnete Archiv-Technologien erstmals in Österreich zum Einsatz:

Der hochauflösender Scanner und Rückbelichter kommen von der in München ansässigen Firma ARRI: Weltweit sind zur Zeit 255 Arrilaser und 104 Arriscanner in Betrieb, spezielle Archivinstallationen im letzten Jahr waren für das Yugoslav Film Archive in Belgrade und das National Film Board of Canada. Der Betrieb des mit einer wenig toxischen Flüssigkeit arbeitenden Wet Gate Systems ist bis dato einzig in Laxenburg realisiert, da es sich noch in der Testphase befindet.

Die von HS-ART in Kooperation mit JOANNEUM RESEARCH in Graz entwickelte innovative Restaurierungs-Software Diamant 2.4. ist an bedeutenden internationalen Archiven bereits installiert: Screen and Sound Archive (Australia), Beijing Film Archive  (China), INA and CNC (France), Filmmuseum (Netherlands), Filmoteca de Catalunya (Spain), George Eastman House (USA) etc.


Das Projekt der Digitalen Filmrestaurierung wurde und wird realisiert mit freundlicher Unterstützung von
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Kultur Niederösterreich und ECO Plus/Regionalförderung des Landes Niederösterreich unter Einbeziehung von Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EU-Strukturfonds – EFRE).

In enger Zusammenarbeit mit den österreichischen Filmarchiven:
Österreichisches Filmmuseum www.filmmuseum.at
Filmarchiv Austria www.filmarchiv.at