
Das neue Meisterwerk der Dardenne-Brüder erzählt die Geschichte des 12- jährigen Cyril, herausragend verkörpert vom Laien Thomas Doret, der von seinem gleichgültigen Vater ins Heim abgeschoben wird. Er hat eine unerträgliche Wut und gleichzeitig Sehnsucht nach Bestätigung und Nähe in sich, die ihn wie eine tickende Zeitbombe wirken lassen. Cyril reißt aus dem
Heim aus, um zu seinem Vater zurückzukehren, und findet dabei die geduldige Zuneigung einer jungen Frau. Gerade als er sich langsam öffnet, gerät er auf der Suche nach einer Vaterfigur in die Fänge eines Dealers. Es wird nicht alles gut und doch, am Ende dieser Erzählung schimmert ein Licht.
„Man kann die Welt mit einem Film nicht erklären und vielleicht auch nicht besser machen. Aber ein wenig schöner machen kann man sie doch.“ (SZ)