
Seit Frühjahr 2008 wird auf Initiative der Österreichischen Filmgalerie historisch und/oder künstlerisch wertvolles und besonders gefährdetes Filmmaterial aus den Beständen der beiden Partnerinstitutionen im Zentralarchiv in Laxenburg gescannt und dann in der Österreichischen Filmgalerie in Krems digital restauriert und zur Sicherung auf Filmmaterial rückbelichtet.
Die Original-Filmmaterialien werden mit dem neuen nitrofilmtauglichen Scanner in Kino-Auflösung digitalisiert. Zu jedem Projekt liegen dann umfangreiche Daten-Konvolute vor, die in Folge mit den modernsten Techniken der elektronischen Bildbearbeitung restauriert werden. Die Software stellt eine Vielzahl von digitalen Restauratierungsmodulen zur Verfügung, die erstmals die Beseitigung von Fehlern wie Staub, Bildwackeln oder Helligkeitsschwankungen ermöglichen. Anschließend werden die restaurierten Bilder wieder auf Film ausbelichtet, da auch im Zeitalter der digitalen Revolution das analoge 35-Millimeter Filmformat als Medium der Langzeitarchivierung nach wie vor die höchste Sicherungsqualität liefert.
Dabei kommen modernste, weltweit führende und mehrfach ausgezeichnete Archiv-Technologien erstmals in Österreich zum Einsatz:
Der hochauflösender Scanner und Rückbelichter (Laser) kommen von der in München ansässigen Firma ARRI. Der Betrieb des mit einer wenig toxischen Flüssigkeit arbeitenden Wet Gate Systems (Scanner) wurde weltweit erstmals in Laxenburg realisiert und in Kooperation mit dem Restaurierungsprojekt Krems weiterentwickelt.
Die von HS-ART in Kooperation mit JOANNEUM RESEARCH in Graz entwickelte Restaurierungs-Software Diamant 2.4. ist neben Krems an bedeutenden internationalen Archiven installiert: Screen and Sound Archive (Australia), Beijing Film Archive (China), INA and CNC (France), EYE Film Institute (Netherlands), Filmoteca de Catalunya (Spain), George Eastman House (USA) u.a.