Wie viele reale Bezüge darf ein Schriftsteller eigentlich in seinen Werken erkennen lassen? Welche neuen Herausforderungen kommen auf die Literaturwelt mit Datenschutz und Digitalisierung zu? Léonard zum Beispiel schreibt Romane, in denen er vergangene Liebschaften verarbeitet, und macht nicht viel Aufhebens, diese zu verfremden. Sein Verleger Alain wiederum ist von dem letzten Manuskript wenig überzeugt und im Augenblick auch mehr mit der Digitalisierung seines Verlags beschäftigt – oder vielmehr mit der attraktiven jungen Mitarbeiterin, die hierfür zuständig ist. Alains Frau Selena dagegen gefällt Léonards Text, vielleicht, weil sie selbst mit einer Affäre in die Angelegenheit verstrickt ist. Und so diskutieren alle mit viel Witz über Dichtung und Wahrheit sowie den kulturellen und digitalen Wandel. Der preisgekrönte Regisseur Olivier Assayas zeichnet mit leichter Hand und einem hochkarätigen Ensemble rund um Juliette Binoche ein vergnügliches Sittenbild des Pariser Literaturbetriebs: intelligentes Kino und beste französische Unterhaltung!

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