Filmvorschläge für die Oberstufe

Rettet das Dorf | empfohlen ab 13 Jahren

>>Regie: Teresa Distelberger >>A 2020, 90 Min. >>Gespräch mit der Regisseurin möglich

Das Dorf ist Glück. Das sagen die Bilder, die wir davon im Kopf haben. Ein Dorfleben wie aus dem Bilderbuch mit Bäckerei, Greißler, Wirtshaus, Schule und dem ortsnahen Bauernhof ist heute kaum mehr anzutreffen. Doch sind die Dörfer wirklich dem Untergang geweiht? Schließlich träumen viele Menschen von einem Leben auf dem Land. Teresa Distelberger erforscht in ihrer Doku die Hintergründe des Dorfsterbens und zeigt neue Potentiale dörflichen Lebens in unserer globalisierten Welt.

Die Dohnal | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie: Sabine Derflinger >>A 2019, 104 Min.

Johanna Dohnal war unbequem und ließ nicht locker, wenn es um Frauenpolitik ging. Sie war in den 1970er Jahren eine der ersten Feministinnen in einer europäischen Regierung und das ausgerechnet in einem konservativen Land wie Österreich. Sabine Derflinger ist quasi mit Johanna Dohnal aufgewachsen. Sie erinnert sich gemeinsam mit Wegbegleiter*innen an eine ikonische Politikerin, die durch ihr konsequentes Handeln viel für die Gleichberechtigung der Geschlechter erreichte.

Honeyland | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie:Ljubomir Stefanov, Tamara Kotevska >>MKD 2019, 90 Min. >>Tipp: Franz. OmU für den Fremdsprachenunterricht

Eine entlegene Gegend wie aus der Zeit gefallen. Hatidze lebt hier in Mazedonien als eine der letzten Wildbienenimkerinnen Europas: „Die Hälfte für uns, die Hälfte für euch“. Doch das Leben im Einklang mit der Natur wird jäh durch die Ankunft einer Nomadenfamilie unterbrochen, die nicht bereit ist, sich an die fragile Balance von Geben und Nehmen zu halten. Die Filmcrew rund um Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov begleitete die Imkerin drei Jahre lang mit unauffälliger Ausrüstung, ohne den türkischen Bergdialekt, der in der Gegend gesprochen wird, zu verstehen. Ihre preisgekrönte behutsame Doku voller Wärme, Humor und beeindruckend schönen Bildern wurde beim Sundance Filmfestival und der Viennale zum Publikumserfolg.

Der Glanz der Unsichtbaren | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie: Louis-Julien Petit >>F 2018, 102 Min. >>Tipp: Franz. OmU für den Fremdsprachenunterricht

Was suchen Lady Di, Edith Piaf und Brigitte Macron in einem Tageszentrum für obdachlose Frauen? Die Lösung: Es handelt sich um Decknamen jener Besucherinnen, die in ihrer prekären Lage anonym bleiben wollen. Jetzt steht das „L'Envol“ allerdings vor der Schließung. Um das zu verhindern, greifen die Sozialarbeiterinnen bald zu ziemlich unkonventionellen Methoden. Komisch, zärtlich und ermutigend erzählt Louis-Julien Petit vom Schicksal fünf obdachloser Frauen und deren Betreuerinnen.

Narziss und Goldmund | empfohlen ab 15 Jahren

>>Regie: Stefan Ruzowitzky >>D 2020, 110 Min.

Als Kinder lernen sich der lebenslustige Goldmund und der intelligente Narziss im Kloster kennen. Zwischen den zwei ungleichen Klosterbewohnern entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Über die Jahre werden aus den Jungen junge Männer und Goldmund begibt sich auf eine Reise voller Abenteuer. Narziss, für den die Hinwendung zum Glauben seit jeher eine selbstgewählte Entscheidung war, bleibt allein zurück. Doch in Gedanken bleiben die beiden verbunden – bis sie sich eines Tages wiedersehen.

Little Women | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie: Greta Gerwig >>USA 2019, 135 Min. >>Tipp: engl. OmU für den Fremdsprachenunterricht

Neuengland Mitte des 19. Jahrhunderts: Die vier March-Schwestern stehen auf der Schwelle zum Erwachsensein, auch wenn jede eine ganz andere Vorstellung davon hat und die vier jungen Frauen ganz unterschiedliche Wege einschlagen, auf denen sie verschiedene gesellschaftliche Hindernisse überwinden müssen. Starbesetzte Buchverfilmung (Emma Watson, Timothée Chalamet, Saoirse Ronan und Oscarpreisträgerin Meryl Streep) der viel rezipierten Romane von Louisa May Alcott.

Alles außer gewöhnlich | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache >>F 2019, 113 Min. >>Tipp: franz. OmU für den Fremdsprachenunterricht

Bruno und Malik sind wahre Helden des Alltags. Sie haben es sich mit ihrem Verein zur Lebensaufgabe gemacht, autistischen Jugendlichen und Kindern zu helfen, die sonst nirgends einen Platz finden. Belohnt wird ihr Engagement durch viele kleine Wunder: Mit Feingefühl und Humor gelingt es den beiden, aus vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten eine Gemeinschaft zu formen, in der jeder Einzelne die Chance bekommt, über sich hinaus zu wachsen. Ein unterhaltsames wie aufrüttelndes Feelgood-Movie.

Mind the Gap | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie: Robert Schabus >>A 2020, 100 Min.

Eine Kluft durchzieht unsere Gesellschaft. Wer sich an den Rand gedrängt fühlt, wird empfänglich für rechtspopulistische Parolen, EU-Feindlichkeit und nationalstaatlichen Egoismus. Robert Schabus geht der Krise der europäischen Demokratien auf den Grund, in denen der politischen Elite vor allem das Hinhören auf die Bedürfnisse der Menschen abhandengekommen ist. Er hat sich in verschiedenen Ländern umgehört und versucht zu verstehen, warum der Populismus auf so breite Resonanz stößt.

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Als Hitler das rosa Kaninchen stahl | empfohlen ab 10 Jahren

>>Regie: Caroline Link >>D/CH 2019, 100 Min.

Als ihr Vater, der Theaterkritiker Arthur Kemper, nach Hitlers Machtergreifung beschließt, Berlin zu verlassen und in die Schweiz zu flüchten, gerät das Leben der 9-jährigen Anna und ihres Bruders Max ganz schön aus den Fugen. Da kaum Zeit zu packen bleibt, lässt sie ihr geliebtes rosa Stoffkaninchen zurück. Oscar-Preisträgerin Caroline Link inszeniert einfühlsam den Jugendbuch-Bestseller von Judith Kerr. Eine berührende, wahre Geschichte über Zusammenhalt und Zuversicht.

The Farewell | empfohlen ab 13 Jahren

>>Regie: Lulu Wang >>USA 2019, 98 Min. >>Tipp: engl. OmU für den Fremdsprachenunterricht

Als die in New York aufgewachsene Billi von ihren Eltern erfährt, dass ihre geliebte Großmutter Nai Nai in China nur noch kurz zu leben hat, steht ihr Leben Kopf. Die Familie beschließt, Nai Nai im Ungewissen zu lassen und ihr die tödliche Krankheit zu verschweigen. Um die plötzliche Anwesenheit der ganzen Familie plausibel zu erklären, wird kurzerhand eine Spontan-Hochzeit organisiert… Für Billi ist es eine Chance, sowohl das Land ihrer Eltern als auch den wundersamen Geist ihrer Großmutter wieder zu entdecken.

But Beautiful | empfohlen ab 12 Jahren

>>Regie: Erwin Wagenhofer >>A 2019, 115 Min.

Erwin Wagenhofer („We Feed The World“, „Let’s Make Money“, „Alphabet“) sucht in seinem neuesten Film das Schöne und Gute und zeigt Menschen, die neue Wege beschreiten: Permakultur-Visionäre auf La Palma, ein geistliches Oberhaupt mit Schalk in Tibet, MusikerInnen in verschiedenen Erdteilen. Wie könnte ein gutes, ein gelungenes Leben aussehen? Ist ein „anderes“ Leben überhaupt möglich? Entstanden ist ein Film über Perspektiven ohne Angst, über Verbundenheit in Musik, Natur und Gesellschaft, über Menschen mit unterschiedlichen Ideen aber einem großen gemeinsamen Ziel: eine zukunftsfähige Welt.

Die Deutschstunde | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie: Christian Schwochow >>D 2019, 125 Min. 

Anfang der 50er Jahre sind die „Die Freuden der Pflicht“ nach wie vor Thema in Deutschland. Der junge Siggi soll in einer Jugendhaftanstalt einen Aufsatz dazu schreiben. Er erinnert sich an seinen Vater, der als Polizist in einem norddeutschen Dorf Pflichterfüllung als oberstes Berufsethos sah. Als die Nazis über dessen Jugendfreund, den expressionistischen Maler Nansen, ein Berufverbot verhängen, soll auch sein 11-jähriger Sohn den Freund des Hauses überwachen. Siggi steht vor der Frage: Anpassung oder Widerstand?

Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit | empfohlen ab 13 Jahren

>>Regie: Mimi Leder >>USA 2019, 121 Min.

In den USA der 1950er Jahre gibt es 178 Gesetze, die zwischen Männern und Frauen differenzieren.  Angesehene Ämter wie das der Richterin stehen für Frauen nicht offen. Ruth Bader Ginsberg, Jahrgangsbeste in Harvard, will diese Ungerechtigkeit nicht hinnehmen. Sie sucht nach Präzedenzfällen und stößt auf den Fall Charles Moritz, der seine kranke Mutter zu Hause pflegt, ohne einen Steuernachlass zu erhalten, weil dieser nur für Frauen vorgesehen ist.

Green Book - Eine besondere Freundschaft | empfohlen ab 13 Jahren

>>Regie: Peter Farrelly >>USA 2018, 130 Min. >>Tipp: Engl. OF mit dt. UT für den Fremdsprachenunterricht möglich!

New York 1962. Der Italo-Amerikaner Tony Lip, einst Türsteher in diversen Clubs, hat einen neuen Job. Er soll den betuchten Dr. Don Shirley quer durch die USA bis in die Südstaaten chauffieren. Dass der Doktor erstens kein Arzt ist, sondern gefeierter Pianist, und zweitens ein Schwarzer, bringt jemanden wie Tony nicht aus der Fassung. Job ist Job. Peter Farrellys tragikomisch inszenierter Road Trip eines ungleichen Paares wurde mit 3 Oscars ausgezeichnet.

Der Trafikant | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie und Drehbuch: Nikolaus Leytner >>A 2018, 90 Min.

Wien 1937/38. Franz, 17, lernt als Lehrling in einer Trafik das Leben, die Lust und ihren Schmerz kennen. Gut, dass er einen Stammkunden zu Rate ziehen kann: Sigmund Freud, 82. Dem allerdings ist das weibliche Geschlecht ein kaum minder großes Rätsel. Franz, sein neuer Freund Sigmund Freud, jene junge Böhmin, die Franz unglücklich liebt, und sein Arbeitgeber geraten in einen dramatischen Strudel. Eine kleine, große, leichtfüßig-poetische wie emotionale Kinogeschichte.

Die Beste aller Welten | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie: Adrian Goiginger, A 2017, 103 Min. 
>>Tipp: Gespräch mit dem Regisseur auf Anfrage möglich!

Adrian ist glücklich, aufgeweckt, neugierig und ein kleiner Abenteurer. Was der 7-Jährige nicht weiß, seine Mutter ist drogenabhängig. Sie ist zerrissen zwischen die bestmögliche Mutter zu sein und dem Drang nach dem nächsten Schuss. Regisseur Adrian Goiginger erzählt in seinem mehrfach ausgezeichneten Spielfilmdebüt seine Lebensgeschichte. Eine berührende wie schonungslose Hommage an seine Mutter, eine starke Frau, die immer versucht hat, den widrigen Umständen zu trotzen.

The End of Meat - Eine Welt ohne Fleisch | empfohlen ab 14 Jahren

>>Regie: Marc Pierschel >>D 2107, 95 Min.

Wie sähe unsere Welt aus, würden wir kein Fleisch mehr essen? Filmemacher Marc Pierschel versammelt WissenschaftlerInnen, AktivistInnen und PhilosophInnen, die sich mit Alternativen des Zusammenlebens von Menschen und Tieren beschäftigen. Er zeigt dabei eindrucksvoll die versteckten Auswirkungen des Fleischkonsums, untersucht die Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise und wirft kritische Fragen über die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf. 

 

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